Wurzelnackte Pfingstrosen sehen auf den ersten Blick ungewohnt aus, besonders für Gärtnerinnen und Gärtner, die sonst nur Pflanzen im Topf kaufen. Dabei lässt sich eine gute Pfingstrosenwurzel sehr gut beurteilen, wenn man weiß, worauf es ankommt.
Eine gesunde wurzelnackte Pfingstrose besteht aus einer kräftigen Wurzelkrone mit mehreren dicken, fleischigen Speicherwurzeln. Diese Wurzeln enthalten die Energie, die die Pflanze für den Austrieb und die Blüte benötigt. Sie sollten fest und stabil sein – nicht weich, hohl oder stark ausgetrocknet.
Besonders wichtig sind die sogenannten Augen. Das sind die kleinen Knospen an der Oberseite der Krone, oft rosa, cremefarben oder hell. Aus jedem dieser Augen entwickeln sich im Frühjahr neue Triebe, Blätter und später die Blüten.
Eine hochwertige Wurzel verfügt über mehrere Augen. Wir liefern Pfingstrosen mit mindestens drei bis fünf Augen, da dies entscheidend für eine gute Entwicklung ist. Je mehr Augen vorhanden sind, desto schneller kann sich die Pflanze etablieren und desto kräftiger wächst sie heran. Sehr kleine Teilstücke mit nur einem oder zwei Augen brauchen oft deutlich länger, bis sie blühen.

Dass Pfingstrosenwurzeln erdig, knorrig oder unregelmäßig aussehen, ist völlig normal. Pfingstrosen sind langlebige Stauden, und ihre Wurzeln spiegeln viele Jahre natürlichen Wachstums wider. Entscheidend sind eine feste Struktur, sichtbare Augen und eine ausgewogene Wurzelkrone.
Richtig gepflanzt – nicht zu tief und in gut durchlässigem Boden – entwickelt sich eine gesunde Pfingstrose langsam, aber zuverlässig. Sie gehört zu den Pflanzen, die Geduld belohnen und über viele Jahrzehnte hinweg Freude im Garten bereiten. Eine starke Wurzel ist dabei die wichtigste Grundlage.



